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Herzlich willkommen auf der Homepage der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Herbishofen!

 

Wir denken oft: Du bekommst im Leben nichts geschenkt. Du musst einmal für alles bezahlen. Was du wert bist, zeigt sich daran, was du aus deinem Leben gemacht hast.
Die Bibel sagt genau das Gegenteil: Das Beste im Leben bekommst du geschenkt. Was unser Leben reich und wertvoll macht, Freundschaft, Liebe, Vertrauen, Vergebung, das kannst du dir nicht kaufen und nicht erarbeiten. Du musst dir und anderen nicht ständig beweisen, wie gut du bist. Diese Sorge  hat Gott dir längst abgenommen. Gott steht mit seiner Liebe hinter deinem Leben. Diese Botschaft der Bibel hat Martin Luther besonders im Rämerbrief wieder entdeckt.

Manche denken auch: Wir müssen jeden Satz der kirchlichen Tradition glauben. Doch es geht darum, den eigenen, persönlichen Glauben zu finden. Man kann sich den Glauben nicht einfach vorschreiben lassen. Der Verstand muss nicht ausgeschaltet werden. Zweifel gehören zeitweise zum Glauben dazu. Gott hält das aus. Vielleicht sind ihm Zweifelnde lieber als Menschen, die zu allem einfach Ja und Amen sagen. Unser Glaube bleibt immer nur Stückwerk. Das letzte Wort Luthers auf seinem Sterbebett soll gewesen sein: "Wir sind Bettler. Das ist wahr."

Als evangelische Christen, als evangelischer Christ müssen wir vor keiner menschlichen Instanz auf die Knie fallen. Nichts Menschliches wird vergöttert, weder die Rasse noch das Volk, weder das Geld und die Wirtschaft, noch irgendwelche Prominente. Wir bleiben frei. Wir sind nicht käuflich. Wir sind niemandem untertan.

Manche halten Religion für eine Privatsache. Doch Christentum verträgt sich nicht mit dem Rückzung ins Private. Die Probleme in der Nachbarschaft und in der weiiten Welt gehen uns etwas an. Eine allgemeine und politische Wachheit hat den christlichen Glauben immer ausgezeichnet. Dabei geht es nicht ums Meckern, sondern um Engagement. Wer glaubt, bringt sich ein und ist bereit, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.

Die Reformation hat die oben genannten Aussagen wieder neu entdeckt und in das Bewusstsein der Menschen geholt. Das muss man nicht feiern, aber immer wieder neu daran erinnern und vor allem neu verstehen.
Denn: Die Erneuerung der Kirche bleibt eine stetige Aufgabe.